PASSOS, MANUEI DA SIIVA,
PAßGRIFF,
PAßWORT
PASTMASTER
PAST MASTER DEGREE.
PASTORET, CLAUDE EMANUEL JOSEPH,
PAST RANK
PATE,
PATENT,
PATIALA,
PATMOS, GROßORIENT VON,
PATRIARCHENGRADE,
PATRIOTEN,
PATRIOTISMUS,
PATRODES
PATRONAGE MASONNIQUE,
PAUL I.,
PAUL KARL,
PAUL REVERE-HUT,
PAULS, AUGUST,
PAULS-KATHEDRALE
PAVÉ MOSAÏQUE
PAYNE, GEORGE,
PAZILISMUS,
PAZVANOGLOU, 0SMAN,
PEARY, ROBERT,
PÉCHER EDOUARD,
PECTORALE,
PEDELL,
PEDRO I.,
PEDUM,
PEETERS-BAERTSOEN-PREIS
PEIGNÉ, PAUI,
PELADAN, JOSEPHIN,
PELGROM, CHARLES DE,
PELIKAN,
PELIKAN, DER,
PELLETAN.
PENNSYLVANIA,
PENTAGRAMM ODER PENTALPHA,

Passos, Manuel da Silva,
portugiesischer Staatsmann und Publizist, * 1802, t 1862, lebte während der Regierung Dom Miguels in der Verbannung, 1834 unter Dom Pedro Chef der Septembristen, die die Wiedereinführung der demokratischen Verfassung von 1822 erstrebten, 1836 unter Konig,in Maria Ministerpräsident, war Großmeister in Oporto.
Paßgriff,
in der angelsachsischen Maurerei Griff, in dem der Kandidat unterwiesen wird, ehe er in den nachsten Grad aufsteigt.
Paßwort
(engl. Password, frz. mot d 'ordre, mot de passe), ein akustisches Erkennungszeigen von mehr staditionellem als wirklichem Wert, da es zumeist durch verläßliche Logenausweise, Logenpasse usw. ersetzt wird. In manchen Systemen vollkommen gestrichen, werden die P. in anderen bei der Aufnahme und der Beforderung wohl noch übermittelt, haben aber hochstens im gleichen System Wert da sie in den einzelnen maurerischen Obedienzen verschieden lauten.
Pastmaster
(engl.), Altmeister, wird der Stuhlmeister in angelsachsischen Logen nach der Niederlegung seines Amtes, das er zumeist ein Jahr lang (allenfalls zwei Jahre hintereinander) bekleidete. Er ist als P. sozusagen Inspektor oder Oberaufseher der Loge, kann jederzeit die Beamten und selbst den Meister korrigieren, wenn das Ritual nicht in jeder Beziehung korrekt durchgeführt wird. Er macht von diesem Recht oft auch nachdrücklichst Gebrauch. In einigen angelsachsischen Systemen gibt es auch einen P.-Grad,. der nicht nur wirklichen P. verliehen wird und mancherorts wieder abgeschafft wurde (s. Past Master Degree). Der P. hat in England und anderwarts Sitz und Stimme in der Großloge (Bundesversammlung).
Past Master Degree.
In den Konstitutionen Andersons (Postskriptum betreffend die Einsetzung einer neuen Loge) ist bei Installierung des neuen Meisters durch den Großmeister von eigenartigen Ausdrücken die Rede, die bei diesem Anlaß üblich sind, ,,die aber nicht niedergeschrieben werden können". Es ist kaum anzunehmen, dafi bei diesem Anlasse dem neu einzusetzenden Meister besondere, nur ihm zukommende Geheimnisse übergeben werden, gemeint ist wohl, daß der Großmeister mit dem neuen Meister den Inhalt der freimaurerischen Lehre und ihrer Form durchgeht, um die Einheitlichkeit zu wahren. Daraus hat sich nun ein eigener Ehrengrad entwickelt. Der neugewählte Meister vom Stuhl einer Loge erhalt von seinen Amtsvorgangern gewisse Anleitungen für die Amtsführung und wird in ihren Rang aufgenommen. Dabei wird ihm ein eigenes Paßwort bekanntgegeben. Das Ritual dieses Grades, das z. B. bei Richard CarIiIe in extenso wiedergegeben ist, zeichnet sich durch einen gewissen Mangel an Begriffsinhalt aus. Der Pastmaster erhalt die Konstitution und die Hausgesetze und wird einer Prüfung über die in den drei Graden üblichen symbolischen Werkzeuge und ihre Bedeutung unterzogen.

Leider hat dieser ursprüngliche, rein informative Charakter des Grades Mißdeutungen in der Richtung eines Hochgrades erfahren. Besonders als der Royal-Arch-Grad als Vorbedingung für die Aufnahme ein Amtsjahr als Stuhlmeister einer Loge voraussetzte. Mit der Lostrennung der Royal-Arch-Kapitel von den Logen behielten die Kapitel den Pastmastergrad bei und machten daher alle Kandidaten, gleichgültig, ob sie Stuhlmeister gewesen waren oder nicht, zu Pastmasters. Die englische Großloge verbot wohl diesen Vorgang 1826, nach 1850 kam er aber wieder auf.

Der Pastmaster der Royal-Arch-Kapitel ist ein sogenannter Quasi Pastmaster zum Unterschiede von den wirklichen Pastmasters der Logen, die tatsächlich den Meistersitz innegehabt haben. Er ist lediglich eine Vorstufe zur Erlangung des Royal-Arch-Grades. Daher wird im Englischen unterschieden zwischen ActuaI Past master und Virtual Pastmaster.

Im Französischen ist die Unterscheidung sprachlich deutlicher: die Hochgradvorstufe, soweit sie vorkam, heißt Maitre passe während der abgegangene Meister vom Stuh; einer Loge als ancien maitre bezeichnet wird.

Da diese Bezeichnungen häufig zu falschen Auffassungen führen, sei ausdrücklich betont, daß die Großloge von London einen Pastmastergrad als eine besondere Vereinigung abgegangener Stuhlmeister nicht kennt. Es gibt aber Logen, sogenannte Pastmasterlogen, die sich ausschließlich aus Altmeistern zusammensetzen. Jedoch sind dies ebenso Johannislogen, wie es etwa die Loge von Logenschriftführern (Fratres Calami) ist.
Pastoret, Claude Emanuel Joseph,
französischer Staatsmann und Gelehrter, nach Benjamin Franklins Ausspruch der größte Gelehrte seiner Zeit, Verfasser der ,,Geschichte der Gesetzgebung der alten Volker", der letzte Kanzler Frankreichs, * 1756, t 1840, war Mitglied der Pariser Loge ,,Neuf Soeurs".
Past Rank
(engl.). Prominente, bezw. durch besondere Tätigkeit sich auszeichnende Mitglieder von Logen der Vereinigten Großloge von England können vom Großmeister zu Titular Großbeamten im ,,Past Rank" ernannt werden, werden also gleich ,,Past Grand Officers".
Pate,
s. Bürge.
Patent,
gleichbedeutend mit Gründungsurkunde, Warrant, Charter. Nach seinem aus dem Lateinischen abgeleiteten Wortsinn: ,,litterae patentes", offener Brief, ganz allgemein Bezeichnung für das Dokument, in welches zum Zeichen einer Berechtigung der Freimaurerei allgemein Einsicht genommen werden kann; auch das amtlich von einer Großloge ausgestellte Dokument, auf welchem sich die gerechte Arbeit einer Loge aufbaut. Daher auch Logenpatent
Patiala,
Vasallenstaat in der britisch-indischen Provinz Punjab mit einer Loge ,,Phulkian 3764" in der Residenz des Maharadscha. Dieser ist Großfunktionär der Großloge von England mit dem Rang eines Past Grand Warden.
Patmos, Großorient von,
s. Ermachtigte Bruderschaft der alten Riten.
Patriarchengrade,
s. Antient and primitive Rite.
Patrioten,
Die wahren, auch die wahren Menschenfreunde genannt, eine 178T entstandene Gesellschaft, die im Frankfürter amtlichen Blatte, dem Staatsristretto, einen Aufruf zum Beitritt erscheinen ließ. Nach Beyer (,,Quellen zur Geschichte der Freimaurerei") handelt es sich um eine durchaus ideale Gesellschaft, die innerlich dem Illuminatenorden nahestand. Der Orden, dessen wort reiche Verfassung Beyer (l. c.) abgedruckt, hat sich bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts gehalten, ohne Großere Bedeutung zu erlangen.
Patriotismus,
Vaterlandsliebe, jene Liebe zur eigenen Volksgemeinschaft, die keiner Begründung und Ableitung bedarf, sondern die sich als ursprüngliches Gefühl jedem Volksgenossen aufdrängt. P. ist tätige Liebe zur Heimat und ihren Bewohnern, denen sich der Patriot durch sein Heimatsgefühl verbunden und schicksalsverwandt fühlt. Patriot sein heist: das Glück seines Volkes freudig mitgenießen, sein Leid mit den anderen tragen, seinem Volke jenen hochsten Grad der Entwicklung und Glückseligkeit wünschen, die einer Befriedigung seiner Wünsche gleichkommt, am Schicksal seines Volkes mitbauen, um das Errungene zu mehren und gegen Verlust zu schützen. Echter P. führt bis zur Selbstaufopferung des Individuums für die Gesamtheit. Daher ist P. ein Kollektivgefühl, geboren aus dem Bewußtsein des Einsseins mit einer Vielheit.

Dem Freimaurer wird der P. von Erbpachtern des jeweiligen Nationalismus bestritten, nicht weil die wirklichen Taten gegen ihn sprechen, wohl aber weil der Freimaurer es wagt, über den P. hinauszudenken. Der Freimaurer hat seinen P. zum eigenen Volke und hat ihn, wo immer Große Freiheitsbewegungen eines Volkes im Gange waren, mit seinem Blute besiegelt. Die deutsche Erhebung 1813, das italienische Einheitsringen, der amerikanische Unabhängigkeitskrieg, die Freiheitskämpfe Südamerikas, die irische Freiwilligenbewegung, die polaischen Insurrektionen, der griechische Befreiungskämpf u. v. a haben Freimaurer an der Spitze gesehen. Es hieße den Inhalt dieses Buches wiederholen, sollten hier Namen angegeben werden. Sie stehen auf fast jeder Seite.
Es gibt ein ursprüngliches Gefühl des P. zum eigenen Volke. Hierin steht der Freimaurer an heißer Empfindung niemand nach. Der Freimaurer hat aber außerdem noch seinen P atriotismus der Menschheit, das Gefühl der Verbundenheit mit allen Menschen. Durch die hochste Entwicklung seines eigenen Volkstums will er dem Aufbau der Menschheit dienen. Im Weltkrieg wurde (oft ganz falsch interpretiert) ein Wort des Dichters GeibeI immer wieder zitiert, das Wort vom ,,deutschen Wesen, an dem die Welt genesen" soll. Ganz ahnlich ist der Weltsinn des Freimaurers. Er will die Höchstentwicklung seines eigenen Volkes, jedoch nicht als Egoismus der Nation, sondern als Beitrag zur hochsten Entwicklung der Menscheit, an die bei seiner Arbeit zu denken er durch Symbol und Ritual gebunden ist.
Patrodes
(Pseudonym), s. Ermachtigte Bruderschaft der Alten Riten.
Patronage Masonnique,
französisches Wohlfahrtswerk für die Kinder von Freimaurern, erhalt eine Ferienkolonie an der Riviera, organisiert den Austausch französischer, deutscher und osterreichischer Kinder. Präsident ist Doktor Charpy, 30, rue Marbeuf, Paris.
Paul I.,
Kaiser von Rußland, s. Rußland, Kaiserhaus.
Paul Karl,
Pädagoge in Frankfürt a. M., * 1821, t 1899, Großschriftführer des Eklektischen Bundes 1860—1892 Großmeister 1890 bis 1897, war einer der tätigsten und erfolgreichsten Führer der Frankfürter Großen Mutterloge, deren Geschichte er in einer Reihe ausgezeichneter Schriften niederlegte.
Paul Revere-Hut,
Dreispitz mit blauer Umsäumung, der zuerst von dem Helden des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges Paul Revere (s. d.) als Großmeister der Großloge von Massachusetts getragen wurde, gehört seither zur ständigen maurerischen Bekleidung des Großmeisters dieses Staates.
Pauls, August,
Dr. jur., Rechtsanwalt und Notar in Magdeburg. * 1873 aufgenommen 1901 in die Loge ,,Zur Beständigkeit und Eintracht" in Aachen, zurzeit deren Ehrenmeister. Schrieb u. a.: ,,Festschrift zum 125. Stiftungsfest der Johannisloge ,Zur Beständigkeit und Eintracht' im Or. Aachen" (1903)- ,Geschichte der Aachener Freimaurerei", 1. Bd. (1928); Dusseldorfer Freimaurerei im 18. Jahrhundert (1928 bis 1929). Anhänger der kritischen Methode, hervorragender Kenner des Problems Freimaurerei und Ultramontanismus, setzte sich 1930/31 energisch gegen den Wetzlarer Ring für die Beibehaltung der Beziehungen der ,,Drei Weltkugeln" zur Großloge von Wien ein, leider erfolglos.
Pauls-Kathedrale
in London (St. Pauls Cathedral). In ihr liegen folgende Freimaurer begraben: Der Erbauer, Sir Christopher Wren, Lord Nelson, der Sieger von Trafalgar, der Herzog von Wellington, Sieger von Waterloo, Lord Kitchener und William Preston (s. alle diese). Grabschrift Wrens: ,,Lector, Si monumentum requiris, circumspice".
Pavé mosaïque
Mackey
PAVÉ MOSAIQUE
(frz.), musivisches Pflaster.
Payne, George,
der Zweite Großmeister der Großloge von England 1718, neuerdings gewählt 1720, 1724 Erster Großaufseher, 1725 Zugeordneter Großmeister, Mitglied der Loge in der Londoner Horn Tavern Westminster, Sekretär des Steueramts, befruchtete die freimaurerische Forschung. Anderson zufolge forderte er bei seiner Einsetzung die Bruder auf, auf die Maurerei bezügliche alte Schriften und Protokolle beizubringen. Während seiner zweiten Großmeisterschaft erwarb er das wichtige, vom Anfang des 15. Jahrhunderts stammende Cooke-Manuskript und legte es am Johannistag 1721 in der Vierteljahrsversammlung der Großloge vor. t 1757.
Pazilismus,
auf Verhinderung des Krieges und Herbeiführung des ewigen Friedens abzielende Gesinnung und Bestrebung, nach Professor Dr. Heinrich - Schmidt, Jena (,,Philosophisches Worterbuch"), ,,eine so selbstverständliche Forderung der Ethik und Kultur, daß eine ihr entgegenstehende Gesinnung oder Verhaltungsweise ein sicheres Kennzeichen einer moralischen Minderwertigkeit ist". Die Menschheitsverbrüderungs-Idee der Freimaurerei, symbolisiert durch die Weltenkette, ist rein pazifistisch. Infolgedessen waren und sind Freimaurer stets in vorderster Reihe für die Verbreitung des Friedensgedankens tätig, insbesondere will die Allgemeine Freimaurerliga der Verbreitung pazifistischer Ideen dienen (s Weltfrieden).
Pazvanoglou, 0sman,
türkischer Revolutionär, * 1758, t 1807, befreite das Gebiet des heutigen Bulgarien und erklarte sich für unabhängig, beherrschte das Donaugebiet von Rustschuk bis Belgrad, wurde — da die Türken ihn nicht besiegen konnten — schließlich zum Pascha ernannt, war Freimaurer.
Peary, Robert,
PEARY,
amerikanischer Admiral, Entdecker des Nordpols, * 1856, t 1920, war Freimaurer. Von 1900 an unternahm er eine ganze Reihe von Vorstoßen in die Nordpolregion. Er erreichte diesen am 6. April 1909. Der nordostliche Teil Grönlands heißt nach ihm P.-Land.
Pécher Edouard,
belgischer Politiker, * 1884,; 1926, Autorität auf dem Gebiete der sozialen Gesetzgebung und des Kolonialwesens, Führer der liberalen Partei, Kolonialminister, diente im Weltkrieg als Freiwilliger und wurde in der belgischen Kriegsloge ,,La Patrie" in Calais aufgenommen, war dann Mitglied der Antwerpener Loge ,,Les Amis du Commerce et de la Perseverance reunis".
Pectorale,
Mackey.
vom lateinischen Pectus, das Brustzeichen.
Pedell,
in altfranzösischen Ritualen gleichbedeutend mit Türhüter, Tiler (s. d.). m
Pedro I.,
Kaiser von Brasilien (s.d.).
Pedum,
PEDUM.
s. Baculus.
Peeters-Baertsoen-Preis
des Großorients von Belgien wurde 1879 gestiftet und soll alle zehn Jahre für jene Werke verliehen werden, die ,,vom P. Gesichtspunkt der freimaurerischen Grundsätzes aus als die verdienstvollsten" gewertet werden. Preisträger waren u. a. Caspari, Findel, P. Begemann, Gould, Graf Goblet d'AIviella, Tempels, Duchaine und 1930 Lennhoff und Bedarride.
Peigné, Paul,
französischer General, * 1841, t 1919, Armeekorpskommandant (9. Korps), von betont republikanisch-freiheitlicher Gesinnung, wurde wegen deren Betätigung zur Disposition gestellt. Freimaurer seit 1864, war P. 1910/11 und 1913—1918 Großmeister der Grande Loge de France. Eine dieser unterstehende franco- jugoslawische Loge in Paris trägt seinen Namen.
Peladan, Josephin,
PÉLADAN, Joseph–Aimé
genannt Le Sâr, frz. Schriftsteller, s. Martinisten, Moderne.
Pelgrom, Charles de,
belgischer katholischer Geistlicher, der 1839 in der Loge ,,Parfaite Union" in Mons aufgenommen wurde. Sein Bild in geistlicher Tracht mit freimaurerischen Abzeichen, das er selbst der Loge schenkte, befindet sich derzeit noch in ihrem Besitz.
Pelikan,
der seine Brust aufreißt und seine Jungen mit seinem Herzblut nährt, Sinnbild des Opfertodes Christi, ist neben dem Rosenkreuz das Hauptsymbol des Rosenkreuzergrades. In England liegt in den Rosenkreuzer-Kapiteln ein Tapis auf, der auf schwarzem Grund sieben weiße Kreise zeigt, die um das Symbol des Pelikans konzentrisch angeordnet sind. Die ,,Ritter vom Rosenkreuz" heißen in alten Ritualen auch ,,Ritter vom Pelikan".
Pelikan, Der,
Monatsschrift für das Volk zum Preise des Allerheiligsten Altarsakramentes, Organ der Erzbruderschaft der ewigen Anbetung und anderer eucharistischer Vereine. Herausgegeben mit Genehmigung des Bischofs von St. Gallen von Johann K ünzIe. Der Verlag dieser Zeitung darf den Ruhm für sich buchen, das berühmte Buch: ,,Die Geheimnisse der Holle oder Miß Diana Vaughan, ihre Bekehrung und ihre Enthullungen über die Freimaurer, den Kultus und die Erscheinungen des Teufels in den palladischen Triangeln" in deutscher Sprache auf den Büchermarkt gebracht zu haben. Als Autor zeichnete Dr. Michael Germanus (Pfarrer Johann Künzle in Feldkirch [s. auch Taxil]).
Pelletan.
PELLETAN, Camille
PELLETAN, Eugène
1. Eugene, französischer Schriftsteller und republikanischer Politiker, * 1813, t 1884, während des Deutsch-Französischen Krieges Minister ohne Portefeuille, später Senator, war Freimaurer. P. schrieb u. a. ein hervorragendes Werk über Menschenrechte.
2. Camille, Sohn des Vorigen, französischer radikaler Politiker, * 1846, t l915, bedeutender Publizist, Deputierter, Senator, Marineminister im Kabinett Combes, war Mitglied der Pariser Loge ,,Mutualite".
Pennsylvania,
Mackey.
Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Nordamerika mit der Hauptstadt Philadelphia. Die ersten Mitteilungen über maurerische Arbeiten stammen aus dem Jahre 1730, wo bereits von mehreren Logen die Rede ist. In diesem Jahr erhielt auch Daniel Coxe (s. d.) vom englischen Großmeister die Vollmacht als erster Provinzial-Großmeister für die Provinzen New York, New Jersey und Pennsylvanien in Amerika 1732 wurde unter William A llen die erste Provinzial-Großloge in Philadelphia errichtet.

Benjamin Franklin (s. d.) wurde Großmeister 1734. Von der Großloge von England wurde er 1735 als Provinzial-Großmeister bestätigt. 1760 begründete auch die Großloge der Antients eine Provinzial-Großloge, die im Jahre 1786 sich als Großloge von P. selbständig machte. Die Großloge von P. hatte 1930 566 Logen mit 214.195 Mitgliedern. Sitz der Großloge ist Philadelphia. Die Großloge unterscheidet sich in ihrem Ritual (PennsyIvania Work) in mancher Hinsicht nicht unwesentlich von den anderen nordamerikanischen Großlogen. Eine weitere Besonderheit ist, daß sie Freundschaftsburgen nicht austauscht. Auch macht dort der Großmeister im Gegensätze zu anderen Großlogen von dem sogenannten Recht des ,,at sight" (s. d.) wiederholt Gebrauch. Die Großloge hat einen Besitz von 18,000.000 Dollar und unterhalt neben Alters- und Erziehungsheimen ein Großes Krankenhaus (Freemasons Memorial Hospital), das beispielsweise im Jahre 1929 über 586 aufgenommenen noch 42.000 ambulante Patienten betreute.

In den Nachkriegsjahren trat in P. auch eine zweite Großloge auf, genannt ,,Ancient Free and Accepted Masonic Grand Lodge of Pennsylvania". Diese WinkelGroßloge wurde behördlich gesperrt, nachdem erwiesen war, daß der Großmeister 40% der Aufnahmstaxen einstrich und der Rest zwischen anderen Funktionaren aufgeteilt wurde (Report of Gr. L. of P. 1929).
Pentagramm oder Pentalpha,
Drudenfuß das aus den Diagonalen oder aus der Verlängerung der Seiten eines Fünfecks entsteht, bezw. aus fünf Alphas gebildet wird, hat von altersher symbolische Bedeutung. Bei den Pythagoräern war es ein Gruß- oder Erkennungszeichen, wobei fünf Buchstaben, die ,,sei gesund ! " bedeuteten, die fünf Ecken zierten. Das P. wird auch in Zusammenhang mit dem ,Siegel Salomonis" gebracht, da der Konig es auf dem Grundstein des Tempels angebracht habe. In Goethes ,,Faust" verhindert es, nach altem Brauch auf die Schwelle gezeichnet, den Eintritt des Bösen, insoferne nicht die Spitze nach außen offen ist. In vielen freimaurerischen Systemen steht im P. ein G. umfaßt vom flammenden Stern (s. d.). (Vergl. Henne am Rhyn, ,,Symbolik".)